Antje Lipke

Kurzvita

Antje Lipke ist Hebamme und absolvierte die zwei Staatsexamina für das Lehramt als Berufspädagogin in den Fachrichtungen Gesundheitswissenschaften und Germanistik.

Seit zwei Jahrzehnten arbeitet sie in der Hebammenausbildung, seit nunmehr 13 Jahren in einer Leitungsposition. In ihrem Bestreben, die Hebammenausbildung stetig zu verbessern, überführte sie im Jahre 2020 die altrechtliche Hebammenausbildung an die Universitätsmedizin Rostock und arbeitet seither am Lehrstuhl Hebammenwissenschaft als stellvertretende Studiengangleitung.

Ganz besonderen Fokus legt Antje Lipke in ihrer Arbeit auf den Theorie-Praxis-Transfer und die Geschichte der Hebammenausbildung.


Dissertationsvorhaben

„Hebammenausbildung und Hebammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Hintergrund der Transformationszeit 1980-2010“

Die Transformationszeit wird als Phase tiefgreifender politischer sowie gesellschaftlicher und sozialer Umbrüche beschrieben, in deren Verlauf zahlreiche Biografien umfassende oder weniger weitreichende Veränderungen erfuhren. Hebammen begleiten Frauen und Familien in einer besonders vulnerablen Lebensphase. Aufgrund ihrer professionellen Rolle und ihres unmittelbaren Kontakts zu Familien besitzen sie die Möglichkeit, Einstellungen, Wahrnehmungen und Handlungsweisen von Frauen und Familien maßgeblich zu beeinflussen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Transformationsprozesse speziell im Kontext der Hebammentätigkeit vollzogen haben. Ziel der Untersuchung ist es, zu analysieren, wie Hebammen diese Zeit im Hinblick auf ihre Ausbildung sowie ihre berufliche Tätigkeit wahrgenommen und erlebt haben. Dabei soll die Lebensrealität von Hebammen während des Transformationszeitraums analysiert und rekonstruiert werden. Mithilfe narrativer und Expertinneninterviews werden empirische Daten zum berufsgruppenspezifischen Erleben der eigenen Tätigkeit während der Transformationsphase zwischen 1980-2010 erhoben und qualitativ analysiert.